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03.07.2017

Gedanken und Anregungen zum Tag der Wertschätzung am 3. Juli 2017

Zu jedem Tag der Wertschätzung nehmen wir uns einen Aspekt der Wertschätzung
vor und geben dazu kleine Gedankenanregungen.

Diesmal beschäftigen wir uns mit dem Thema VIELFALT.

Wertschätzung ist...

Wertschätzung ist…
…Gefühle zuzulassen.

Privat wie beruflich werden wir regelmäßig von Emotionen „heimgesucht“. Freude, Verbundenheit, Liebe, Zuneigung, Ausgelassenheit: Diese positiven Gefühle nehmen wir gerne an. Die anderen aber, die „bösen“ (wie Verletzlichkeit, Angst, Scham, Trauer, Wut), möchten wir nicht spüren. Wir versuchen, sie wegzudrücken, zu ignorieren. Doch das eine geht nicht ohne das andere: Wenn wir die anstrengenden Gefühle einmauern, verkümmern auch die angenehmen.

Deshalb laden wir diesen Monat dazu ein, Gefühle in ihrer ganzen Vielfalt zuzulassen, sie anzunehmen, ihre Botschaft zu entschlüsseln und für ein Leben in Fülle zu nutzen.

Denen, die jetzt denken: „Na ja, privat ist das ok, aber beruflich muss ich kühl und gefasst sein“, möchten wir Mut machen, es anders zu versuchen. Denn: Gefühle haben auch im Arbeitsumfeld eine wichtige Funktion! Sie setzen unmittelbar ein Zeichen, auch wenn etwas nicht stimmt. Das holt uns irgendwann ein, wenn wir es ignorieren. Und nur sie bereiten den Weg zu Wertschätzung und Verbundenheit und damit zu innerer Kraft, zu Inspiration und Kreativität. Genau diese Qualitäten brauchen wir in den Unternehmen der Zukunft ganz besonders.

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Gedankenspiel

Schlechte Gefühle sind ein wertvolles Signal

Unangenehme Gefühle sind ein wichtiges Signal dafür, dass wir etwas wegsperren, etwas nicht zulassen. Sehen wir sie unter diesem Aspekt, verlieren sie ihre Bedrohung und ihre Macht. Wir können sie annehmen und erkennen und vielleicht auch formulieren, was uns gerade anstrengt, welches Bedürfnis gestört ist. Dazu empfehlen wir folgende Übung.

Übung:

1. Schritt: sich der eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusst werden
Zeichen Sie eine Tabelle mit 5 Längs-Spalten und diesen Begriffen:
Situation / Gefühl / Reaktion / Bedürfnis / Idee
Schreiben Sie in Spalte 1 untereinander  5  Situationen, in denen Sie „negative“ Gefühle hatten. Notieren Sie in Spalte 2 je Situation das entsprechende Gefühl. In Spalte 3 schreiben Sie stichwortartig Ihre Reaktion in der Situation. In Spalte 4 tragen Sie Ihr Bedürfnis ein, das in der jeweiligen Situation nicht beachtet wurde.  Ein Beispiel: 1: bin in einer Sitzung trotz Meldung nicht zu Wort gekommen; 2: Enttäuschung;
3: Schmollen, Rückzug, keine weitere Meldung;  4: Beachtung/Mitwirken an Veränderung

2. Schritt: die Situation gedanklich positiv auflösen
Gehen Sie Ihre Bespiele nun nacheinander durch. Wie könnten Sie in einer entsprechenden Situation künftig handeln, um Ihrem Bedürfnis Ausdruck zu verleihen und/oder im Sinne Ihres Bedürfnisses zu handeln?  Notieren Sie dies unter Idee in der 5. Spalte. In unserem Beispiel: in der Sitzung erneut melden etwa mit den Worten „Dieser Gedanke ist mir zum Thema noch wichtig…“, Stellung beziehen.

3. Schritt:  regelmäßig reflektieren
Wiederholen Sie diese Übung einmal pro Woche in leicht abgewandelter Form: Schreiben Sie 2 Situationen auf, in denen Sie „negative“ Gefühle unterdrückt haben. Notieren Sie außerdem 2 Situationen, in denen Sie die Gefühle wahrgenommen haben, ein STOPP einbringen und die Situation auflösen konnten.
Genießen Sie das Erreichte! 

Anregung zum Tag der Wertschätzung als Download

Anregungen

Buchtipp
Brené Brown: „Verletzlichkeit macht stark“

„Zu fühlen heißt, verletzlich zu sein. Zu glauben, Verletzlichkeit sei Schwäche, heißt, Gefühle für etwas Defizitäres zu halten. Indem wir uns gegen unsere Emotionen (…) abschotten, (…) entfernen wir uns von dem, was dem Leben Sinn verleiht.“
Kailash Verlag, ISBN 978-3-424-63079-4

Videotipp
Brené Brown: Die Macht der Verletzlichkeit

Brené Brown erforscht zwischenmenschliche Verbindungen – unsere Fähigkeit für Empathie, Zugehörigkeit, Liebe. In einem ergreifenden, aber auch lustigen Vortrag bei TEDxHouston offenbart sie tiefe Einblicke in ihre Forschung, die sie auf eine persönliche Reise schickte, sich selbst besser kennenzulernen, wie auch die Menschheit besser zu verstehen.

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Kleine Zeichen der Wertschätzung

Wir können nicht einzelne Gefühle „ausschalten“. Wenn wir das versuchen, leidet unsere Lebensfreude, ermatten wir innerlich. Deshalb laden wir dazu ein, die Vielfalt der Gefühle willkommen zu heißen und wertzuschätzen. Und (anstrengende) Emotionen als Signal zu nehmen, das Ihnen helfen kann, Verbundenheit mit sich und im Team zu stärken.

Unsere Karte möchte Sie daran erinnern. Geben Sie die Karte gerne auch an Kolleg(inn)en weiter oder stellen Sie sie im Gemeinschaftszimmer auf.

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