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Geben?

Was kannst du geben?

„Geben ist seliger denn nehmen“, heißt in der Apostelgeschichte. Stimmt das in der heutigen Zeit noch? Oder siegt der so genannte Homo oeconomicus, der „Nutzenmaximierer“?

Dazu gibt es eine ganze Reihe von Studien. Grob zusammengefasst zeigen sie, dass Menschen grundsätzlich bereit sind, freiwillig abzugeben. Und dass Geben tatsächlich glücklich machen kann.

Die „Psychologie des Gebens“ wird zum Beispiel anhand des so genannten Dictator Games untersucht. Hier nehmen zwei Personen teil, die sich nicht kennen. Person 1 wird die Rolle des „Diktators“ zugewiesen. Sie ist hält einen bestimmten Geldbetrag und kann für sich und sanktionsfrei entscheiden, was sie mit dem Geld macht – alles behalten, alles an Person 2 abgeben oder ein Mittelding.

Bei reiner Nutzenmaximierung würden wir nichts abgeben. Die Studien zeigen aber, dass die überwiegende Zahl der „Dictators“ (rund zwei Drittel) etwas abgeben, obwohl sie Person 2 gar nicht kennen, im Schnitt knapp 30 Prozent des Betrages. Wie hoch dieser Betrag im Einzelnen ist, wird durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst. Dazu gehören vor allem Alter und Geschlecht: Frauen geben im Schnitt signifikant mehr ab als Männer, bekommen jedoch auch als Empfängerinnen mehr. Kinder geben selten mehr als die Hälfte ab, Teilnehmer im mittleren Alter teilen eher halb-halbe, Ältere überlassen ihrem Gegenüber deutlich häufiger den gesamten Betrag.

Gebende leben länger und glücklicher

"Die Gabe ist die Grammatik, nach der unsere Gesellschaft funktioniert“.

Der Austausch von Gaben ist der Kern des Zusammenlebens, sagen Wissenschaftler, und der Beginn von friedlicher Zivilisation. "Die Gabe ist die Grammatik, nach der unsere Gesellschaft funktioniert", so Frank Schulz-Nieswandt, Professor für Sozialpolitik in Köln. Eine US-Studie zeigt, dass es selbstlosen Menschen gesundheitlich besser geht: Helfende, Gebende leben länger und glücklicher, und zwar ganz unabhängig von Einkommen, Bildungsstand, gefühltem Stress oder Persönlichkeitsstruktur. Denn: Das Gehirn belohnt selbstlose Handlungen mit guten Gefühlen. Diese ähneln übrigens jenen, die durch Drogen, Sex oder gutes Essen ausgelöst werden können.


Was kannst DU geben?

Wenn wir unter Druck sind, wenn wir viele Kompromisse eingehen, unsere Bedürfnisse immer wieder nach hinten schieben, uns häufig anpassen, entsteht in uns nicht selten ein Gefühl des Mangels. Subjektiv verzichten wir auf vieles und erhoffen uns nun von anderen etwas dafür – Dankbarkeit, Wertschätzung, Unterstützung, Liebe. Meist klappt das jedoch nicht so richtig, weil es unserem Gegenüber ähnlich geht…

Wie kommen wir da raus? Eine Möglichkeit ist, den Blick in die andere Richtung zu lenken: Was kann ICH anderen geben? Was kann ich anderen GEBEN? Zum einen trete ich so aus der selbst geschaffenen Isolation und wende meine Aufmerksamkeit anderen zu. Das erzeugt Verbundenheit, ganz wichtig für unser Wohlgefühl. Zum anderen führen wir uns selbst vor Augen, welche Gaben, welches Potenzial wir haben. Das stärkt!

Zum Tag der Wertschätzung haben wir daher eine Reihe von Fragen zusammengestellt.

Unsere Anregungen und Fragen als Download

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Kleine Zeichen der Wertschätzung

In der Hektik und dem Druck des Alltags verlieren wir uns und andere manchmal ein wenig aus den Augen. Dabei tut Geben und Helfen so gut! Den anderen. Und vor allem: uns selbst.

Diese Karte möge daran erinnern.

Gib die Karte gerne auch an Kolleg*innen weiter oder stell sie im Gemeinschaftszimmer auf.

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