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Werte!

Was sind deine drei unverzichtbaren Werte?
Und warum?

Welche Bedeutung haben Werte? Was sind überhaupt Werte? Welche sind MIR wichtig? Und welche wirken im Unternehmen? Diese Fragen werden immer häufiger gestellt.

Zu Recht, denn Werte haben Einfluss auf unser Tun, sind innere Antreiber, Maßstäbe, Orientierungen, Richter. Sie prägen unseren übergeordneten Sinn, unsere langfristige Ausrichtung. Wenn ich meine wichtigsten Werte kenne und auch die der anderen, hilft es mir zu verstehen, warum ich und warum andere wie und mit welchem inneren Kompass arbeiten und in welcher Form sich daraus Unterschiede ergeben können.

Deshalb wollten wir uns diesen Monat mit unseren „Werten“ befassen. Zum Beispiel, welche drei Werte für uns die wichtigsten sind und unverzichtbar.
Noch viel mehr möchten wir jedoch dazu einladen, sich mit der Frage zu beschäftigen, warum diese Werte für uns so im Vordergrund stehen. Was könnte dahinterstecken, was wollen wir vielleicht dadurch auch vermeiden? Und an welcher Stelle stehen sie uns deshalb möglicherweise sogar im Weg, machen uns unfrei?

Was brauche ich? Und warum?

„Ich brauche Freiheit, Zuverlässigkeit und Wohlwollen.“

Eine Freundin von mir hat ein kleines Unternehmen mit 5 Mitarbeitenden. Sie hat damit schon Höhen und Tiefen durchlebt, sagt selbst manchmal: „Wenn ich angestellt wäre, hätte ich wahrscheinlich mehr Geld verdient als mit meinem Unternehmen.“ Aber Freiheit sei ihr eben so wichtig, dass sie sich nur in der Selbstständigkeit sehe. Außerdem wolle sie zu jeder Zeit sicherstellen können, dass alles so laufe, wie sie es für richtig hält. Deshalb bewerte sie auch Zuverlässigkeit so hoch. „Und Wohlwollen – ich mag es nicht, wenn es Zwistigkeiten und Machtkämpfe gibt.“ All dies sei mit einem eigenen Unternehmen am besten zu realisieren.Das eigene Einkommen spielt deshalb eine untergeordnete Rolle. Gleichzeitig nagt es manchmal an ihr, wenn Arbeitseinsatz und Einnahmen daraus nicht im Verhältnis stehen. Wenn es wieder einmal eng wird und sie Sorge hat, ob sie alle Gehälter so zahlen kann. Warum sind die Werte so wichtig? Was steckt dahinter? Wir haben deshalb einmal näher betrachtet, was hinter ihren Werten steht. Was, wenn sie gefühlt nicht die maximale Freiheit hätte? „Dann bin ich, dann ist das, was ich tue, überprüfbar. Wird bewertet. Andere haben Erwartungen an mich, das würde mich sehr stressen.“ Nach längerem Nachdenken ergänzte sie: „Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich Angst, nicht zu genügen. Fehler zu machen, für die andere mich zur Rechenschaft ziehen. Ich bin selbst schon sehr streng mit mir. Stelle hohe Forderungen an mich. Kämen noch die von anderen dazu, wäre das zu viel.“ Zuverlässigkeit passe auch dazu: „Wenn wir alles gut strukturieren und jede*r sich an meine Vorgaben hält, verhindern wir Fehler, über die sich die Kund*innen ärgern könnten.“ Und Wohlwollen? „Vielleicht meine ich sogar eher: Harmonie. Dass sich niemand streitet oder andere kritisiert. Damit keine Konflikte aufkommen, da kann ich schlecht mit umgehen.“

Ihre Werte geben ihr also Halt und Sicherheit und ermöglichen es ihr, ihrer Angst vor dem „Nicht-genug-sein“ entgegenzuwirken. Was könnte sie daraus lernen, wo läge Wachstumspotenzial? Sie sagt selbst: „Unter diesem Licht betrachtet, investieren wir viel zu viel Zeit für die Projekte. Wir bekommen also nicht zu wenig Geld für unsere Arbeit, sondern verbrauchen zu viel Zeit und Energie.“ Vieles machten sie „im vorauseilenden Gehorsam“, um jeder möglichen Kritik im Vorhinein entgegenzuwirken. „Genau genommen ist das aber oft zu viel, auch für unsere Kundschaft.“ Außerdem gebe sie ihnen so zu wenig Orientierung. „Wir vermeiden es, klar Position zu beziehen – sie könnte sich ja als falsch erweisen –, und tun das, was der Kunde vermeintlich für richtig hält.“ Weniger sei also mehr, so ihr Fazit. „Wir werden jetzt mal alle Prozesse darauf abklopfen.“

Indem sie ihre Werte und die dahinterliegende Motivation durchleuchtete, konnte sie Anhaltspunkte dafür gewinnen, in welche Richtung sie persönlich und als Unternehmen wachsen könnte. „Vertrauen in die eigene Expertise. Weniger Kontrolle der Mitarbeitenden. Neugier für andere Lösungen. Fehler als Chance.“ Das höre sich jetzt vielleicht abgedroschen an. „Aber ich merke, es nimmt mir viel Druck, schenkt mir Leichtigkeit und Gelassenheit.“ Die Werte seien trotzdem noch ihre wichtigsten. Nur nutze sie sie jetzt weniger als Verteidigungsmechanismus. „Eher als Chance, als Ressource.“

Nachvollziehbar?

Diese Anregungen und Fragen (siehe unten) als pdf

Unsere Fragen

Unsere Fragen lauten deshalb diesmal:

Welche Werte* sind DIR wichtig? Welche DREI sind unverzichtbar für dich?

An welchen Stellen macht sich das bemerkbar, beruflich und privat? Wie lebst du sie? Was tust du alles dafür?

Warum? Was verbindest du mit diesem Wert?

Was passiert, wenn sich andere nicht daran halten?

Anders gefragt: Was ist das Gegenteil des jeweiligen Wertes? Was verbindest du damit? Was macht es mit dir, wenn du dir vorstellst, das Gegenteil deines Wertes würde gelten? Welches Gefühl, welche Angst kommt dann hoch?

Wie sehr kämpfst du für deinen Wert, was tust du, damit er Raum hat? Was tust du NICHT? Welche Folgen hat das? Worin begrenzt du dich dadurch möglicherweise?


* Eine umfassende Sammlung aller Werte gibt es hier: „Das große Buch der Werte“
https://www.wertesysteme.de/tools/das-grosse-buch-der-werte/

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Kleine Zeichen der Wertschätzung

In der Hektik und dem Druck des Alltags verlieren wir uns und andere manchmal ein wenig aus den Augen. Dabei tut Geben und Helfen so gut! Den anderen. Und vor allem: uns selbst.

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