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Was lassen?

Was willst du lassen (können)?

Ich tue es immer wieder. Obwohl ich weiß, dass es nicht gut ist. Es beeinträchtigt die Lebensqualität. Und einmal in die Welt gebracht, verselbstständigt es sich. Steckt an. Vergiftet. Potenziert sich.

Wovon ich spreche?

Von Ärger. Groll. Wut. Gekränktsein. Beleidigte Leberwurst spielen.

Manchmal reicht ein falsches Wort von unserem Gegenüber und wir reagieren prompt.
Die gute Botschaft: Es hat nichts mit unserem Gegenüber zu tun. Nur mit uns. Mit unseren Triggerpunkten, mit gefühlten Erwartungen, mit Bildern von uns selbst. Heißt also auch: WIR können es ändern. 

Wie kommen wir da also raus?
Was müssen wir (los)lassen?
Was willst DU lassen (können)?

Wir haben einen zentralen Angstpunkt

"Wir haben einen zentralen Angstpunkt. Darin sind alle Menschen gleich. Wodurch er getriggert wird, ist jedoch bei Männer und Frauen unterschiedlich."

Es passiert bei mir einfach automatisch.
Wie am vergangenen Wochenende. Wir haben Holz gemacht, genauer gesagt: dicke Ein-Meter-Stammstücke zerlegt. Mit dem Kegelspalter. Den finde ich nicht ohne, habe gehörig Respekt davor. Trotzdem habe ich mich rangewagt, die dicken Stammstücke gewuchtet, gespalten und das Spaltholz gestapelt. Es klappte gut. Bis irgendwann ein Stück mit vielen Astansätzen kam. Ich konnte machen, was ich wollte: Es gelang mir nicht, es sauber zu spalten. Es zerfaserte nach und nach, sah völlig zerrupft aus und war für den Stapel unbrauchbar. Während ich mich schon selbst über das Holz und über mich ärgerte, kam mein Bekannter, dem das Holz gehört und der sehr genau ist, lachte laut (nach meinem Gefühl ärgerlich oder überheblich) und sagte: „Was hast DU denn da fabriziert?“
Zack. Meine Reaktion war prompt. Wütend wendete ich mich ab. Sollte er sein Holz doch künftig selber spalten!

Warum ist das so?
Im Nachhinein und die Situation aus 10 m Höhe betrachtend, kann ich über meine Reaktion schmunzeln. WARUM hat mich das so getroffen? Ich hätte genauso MIT meinem Bekannten über mich und mein Faserholz lachen können. Und dann fragen, wie es besser geht..
Warum gelingt mir das in den Momenten nicht? Vielleicht, weil ich „gut“ sein will? Oder mehr noch: perfekt. Stark und erfolgreich. Und unterbewusst den Glaubenssatz habe, dass ich äußere Erwartungen erfüllen muss, um „wertvoll“ und liebenswert zu sein.

Wie komme ich da raus?
Mein großes Ziel ist es, mich nicht mehr triggern zu lassen, nicht mehr beleidigt, verletzt, verärgert sein zu müssen. Und zwar nicht, in dem ich die Gefühle wegdrücke (das funktioniert nicht, sie kommen IMMER an anderer Stelle raus), sondern weil sie gar nicht erst entstehen. Dafür, das ist mir klar, muss ich meine Glaubenssätze loslassen.
Die Angst- und Schamforscherin Brené Brown sagt, unsere Glaubenssätze gehen auf ganz zentrale Ängste zurück, die bei allen Menschen gleich sind.
Bei den Männern ist es: die Angst, nicht stark genug zu sein.
Bei den Frauen: die Angst, nicht schön, schlank, freundlich, geschickt, liebevoll genug… kurzum: nicht ‚mühelos‘ perfekt zu sein. Und eine zweite Angst: keine oder keine gute Mutter zu sein….
Prompte Reaktionen auf andere kann ich immer auf diese Punkte zurückführen. Wenn mich etwas triggert, hat das also erst einmal NICHTS mit meinem Gegenüber zu tun. Sondern ausschließlich mit mir. Jemand verletzt, ärgert, beleidigt mich nicht. Ich LASSE mich verletzen, ärgern, beleidigen.

Die gute Botschaft darin. ICH habe es in der Hand (oder im Herzen), dass es anders wird!
Indem ich mir in solchen Situationen und immer wieder ins Bewusstsein rufe, dass ICH sie empfinde und sie den oben genannten Ängsten entspringen. Indem ich verinnerliche, „genug zu sein“. Und übe, schon beim ersten „Zack“ einen Schritt zur Seite zu treten und neugierig hinzuschauen, was genau mich da jetzt zwickt. Und dann vielleicht liebevoll über mich selbst lachen zu können.

Kennst du das? Was willst DU lassen (können)?

Unsere Anregungen und Fragen (s. u.) als Download

Unsere Fragen

Unsere Fragen lauten deshalb diesmal:

Wie reagierst du, wenn dich etwas triggert? Patzig? Wütend? Beleidigt? Mit Rückzug? Was macht das wiederum mit der anderen Person? Und was macht das dann wieder mit dir?

Womit engst du dich selber innerlich ein? Wo machst du dicht – privat, beruflich?

Welche (vermeintlichen) Erwartungen spürst du? Bei Kolleg*innen,  Chef/in, Partner/in, Kindern? Was steckt in DIR dahinter? Welchem Bild meinst DU, entsprechen zu müssen? Was könntest du loslassen?

Ruf dir eine vergangene Situation ins Gedächtnis, bei der du wütend, verletzt, beleidigt warst, dich zurückgestoßen fühltest. Wenn du dich jetzt ausschließlich auf dich konzentrierst dabei: WARUM hattest du diese Reaktion? Was genau hat dich gezwickt?

Was bräuchtest du innerlich, damit es künftig nicht mehr zwickt? Welche Erwartungen an dich selbst, welche Bilder und Glaubenssätze könntest du loslassen?

Was willst DU lassen (können)?

hearty-Card

Kleine Zeichen der Wertschätzung

Erwartungen, die wir bei anderen zu spüren meinen, sind häufig unsere eigenen Erwartungen an uns selbst. Weil wir einem Bild entsprechen möchten. Zum Beispiel stark zu sein. Oder schön. Oder erfolgreich. Eben: perfekt.
Wenn  jemand an diesem Punkt rührt, reagieren wir schnell wütend, beleidigt, gekränkt, mit Rückzug...

WIR können es ändern! Indem wir von Bildern, Erwartungen, Vorstellungen Abschied nehmen, sie loslassen. Und uns darin üben, "genug" zu sein.

Unsere neue Postkarte möge daran einnern.

Tipp: Karte an Familie, Freunde, Kolleg(inn)en weitergeben und gut sichtbar zu Hause und im Büro aufhängen.

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