Startseite

Wohlwollen

Anregung zum Tag der Wertschätzung im Dezember
Wohlwollen

Hätte ich vergangenen Freitag nicht…
… die Spülmaschine ausgeräumt, hätte ich an dieser Stelle wahrscheinlich allgemein über Wohlwollen geschrieben. Ich hätte dazu ermuntert, häufiger mal was Nettes zu sagen.
Aber das geht jetzt nicht mehr. Ich kann plötzlich nicht mehr loben. Und ich kann auch keine Komplimente mehr machen. Aus. Vorbei.

Schuld daran ist der Psychologe Corssen. Dessen Vortrag habe ich nämlich vergangene Woche auf Youtube gehört, als ich die Spülmaschine ausräumte. Während ich die Teller in den Schrank stellte, wanderten meine Gedanken so zwischen Geschirr und Vortrag hin und her. Bis sie an einer Empfehlung des Psychologen hängen blieben: „Anderen nichts einreden und nichts ausreden, ihnen keine ungefragten Kommentare, keine ungefragten (Be-)Wertungen, keine ungefragten Ratschläge geben.“

Klingt ja nun erst einmal nicht spektakulär. Deswegen rutschten die Sätze auch zunächst an meiner Aufmerksamkeit vorbei. Erst im zweiten Anlauf drangen sie durch, flossen in mein Herz. Und elektrisierten mich.

Manipulation!?

Nichts einreden, nichts ausreden…
… nichts kommentieren, keine ungefragten Ratschläge geben…

Mmmmm… das bedeutet: nicht beeinflussen, nicht umschmeicheln, nicht steuern? Nicht … ja: nicht manipulieren!? Anderen etwas einreden oder ausreden: Manipulation. Ungefragt kommentieren oder (be-)werten: Von einschleimend über gönnerhaft bis übergriffig. Jedenfalls: Manipulation. Ungefragt Ratschläge geben: Sich über die andere Person stellen. Glänzen wollen, Dankbarkeit oder Bewunderung wünschen. Manipulation.

Okay, vielleicht wirkt dieses Verhalten nicht immer gleich offensichtlich toxisch. Aber es ist ganz sicher unnötig. Und es baut Distanz auf. Und ja, für mich gilt das auch bei Komplimenten. „Dein Kleid ist schön!“ erzeugt irgendwie ein komisches Gefühl in mir, als müsste ich etwas abwehren. Und prompt murmele ich dann so was wie: „War aber ganz günstig!“ Bei „Dein Kleid gefällt mir total gut!“ hingegen kann ich errötend ein „Oh, danke“ hauchen.

Loslassen tut gut!

Sich selbst und andere freigeben
Loslassen tut gut!

Nicht, dass es MIR schon immer gelänge, gerne rutscht mir noch der ein oder andere Kommentar und Ratschlag raus. Aber ich bessere mich. Und das ist AUCH UND GERADE FÜR MICH SELBST höchst wohltuend! Denn ich entspanne innerlich, ziehe meinen Blick und meine Aufmerksamkeit weg von den anderen, bleibe bei mir, gewinne dadurch Leichtigkeit.

DAS also ist möglicherweise gemeint mit: LOSLASSEN!? Und was hat das mit WOHLWOLLEN zu tun? Ich finde: sehr viel. Denn wenn ich nicht mehr der Versuchung erliege, die andere Person bewerten oder beeinflussen zu wollen, spreche ich ihr Eigenverantwortung zu, schenke ich ihr Vertrauen. Ich gebe sie und damit auch mich frei, löse ihr Verhalten ab von mir und ich kann ihr nun voller Offenheit und freudiger Neugier begegnen. Eben: WOHLWOLLEND!

Anregung zum Tag der Wertschätzung als Download

hearty-Card

Vom Loslassen zum Wohlwollen

Was wäre, wenn… wir unseren Fokus nur auf uns richteten und das Tun oder Sein der anderen nicht bewerten, nicht kommentieren, nicht „unauffällig“ verändern wollen würden?Diese Karte möchte Sie immer wieder einmal daran erinnern, anderen Eigenverantwortung zuzusprechen, ihnen Vertrauen zu schenken, sie frei zu lassen.

Geben Sie die Karte gerne auch an Kolleg(inn)en weiter oder stellen Sie sie im Gemeinschaftszimmer auf.

Postkarte bestellen

E-Card downloaden


Kein Motiv verpassen: Mit unserem Abo zum Tag der Wertschätzung erhalten Sie neben monatlichen Übungen und Anregungen per E-Mail immer ein Paket mit den aktuellen Postkarten. : ) Sprechen Sie uns einfach an!

Jahresübersicht

Jahresübersicht


Sie möchten sich die Anregungen aus den anderen Monaten des Jahres anschauen?

Dann klicken Sie einfach auf das entsprechende Kärtchen (hearticon):

Mitmachen